Im Rahmen der Einführung der Hausarztprogramme der Krankenkassen haben wir für Sie ab dem 1.4. 2010 eine Spezialsprechstunde für berufstätige Patienten und eingeschriebene Teilnehmer am AOK Hausarztprogramm eingerichtet:
Jeweils DIENSTAGS und DONNERSTAGS ab 17.30 bis ?? (open end). Beachten Sie bitte, dass wir hier NUR NACH VORHERIGER TERMINABSPRACHE und entsprechend der Nachfrage zur Verfügung stehen. Bei Interesse rufen Sie uns bitte vor 16 Uhr an , um sich für diese Sprechstunden anzumelden.
Wir nehmen uns gern Zeit für Sie, aber bitten darum, an diesen Terminen keine langwierigen Routine-Dinge wie Kuranträge usw. mit uns klären zu wollen, wir reservieren in der Spezialsprechstunde pro Patient 10 Minuten Behandlungszeit. Wenn Sie Bedarf für zeitaufwändige Besprechungen haben , bitten wir, unsere normalen Sprechstunden (mit vorher angemeldetem 20-Minuten-Termin) in Anspruch zu nehmen.
Hannover, 10.02.2010 – AOK-Versicherte in Niedersachsen können ab April eine verbesserte Versorgung in Anspruch nehmen. Das sieht ein entsprechender Vertrag zur hausärztlichen Versorgung in Niedersachsen vor, den die Vertragsgemeinschaft bestehend aus den Hausärzteverbänden Niedersachsen und Braunschweig sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) und die AOK Niedersachsen heute unterzeichnet hat.
Bei der sogenannten hausarztzentrierten Versorgung soll der Hausarzt stets der erste Ansprechpartner des Patienten sein und dabei auch die weitergehende Behandlung bei Fachärzten oder im Krankenhaus steuern. Die zusätzliche Vergütung der Ärzte erfolgt über Euro-Pauschalen. Für Patienten bietet der Vertrag unter anderem folgende Vorteile: begrenzte Wartezeit, Vermeidung unnötiger Krankenhausaufenthalte. Die Teilnahme ist für Versicherten und Ärzte freiwillig.
Das Hausarztmodell entspricht dem aktuellen Stand der medizinischen Versorgungsforschung. Im Einzelnen übernehmen die teilnehmenden Hausärzte folgende Aufgaben:
Sie bieten ihren Patienten bei allen medizinischen Problemen eine fachlich und therapeutisch qualifizierte Versorgung.
Sie managen den Übergang zur fachärztlichen und stationären Versorgung sowie zu Angeboten der AOK Niedersachsen. Dazu gehören zum Beispiel Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen.
Sie informieren die teilnehmenden Patienten über die von der AOK Niedersachsen angebotenen Chroniker-Programme (z.B. AOK-Curaplan).
Sie verpflichten sich im Rahmen der wirtschaftlichen Verordnung von Arzneimitteln, die in den wissenschaftlichen Leitlinien genannten Wirkstoffe zu beachten. Außerdem achten sie dabei auf die Qualität der Medikamentenauswahl und erhöhen damit die Arzneimittelsicherheit.
Sie erklären sich bereit, für eingeschriebene Versicherte bei vorab vereinbarten Terminen die Wartezeit grundsätzlich auf 30 Minuten zu begrenzen ( was in dieser Praxis für ALLE Patienten mit Anmeldetermin schon lange gilt!)
Im Rahmen der Umsetzung dieses Programmes bieten wir ab 1.4. eine Spezial-Abendsprechstunde für berufstätige Versicherte, die in ein Hausarztprogramm eingeschrieben sind DIENSTAGS und DONNERSTAGS ab 17.30 an (ACHTUNG: nur nach tel. Terminabsprache!) .
Schlagworte für diesen Artikel: , AOK, Hausarztvertrag Der Artikel wurde am Freitag, den 12. Februar 2010 veröffentlicht.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut empfiehlt jetzt für alle Erwachsenen eine einmalige Keuchhusten-Auffrischimpfung. Diese Impfung sollte als Dreifachimpfung bei der nächsten fälligen Tetanus-Auffrischung mit erfolgen. Hierfür steht ein Dreifachimpfstoff zur Verfügung, mit dem auch gleich Lücken gegenüber Diphtherie aufgefüllt werden . Sollte auch der Kinderlähmungsschutz in die Jahre gekommen sein, steht ein Vierfachimpfstoff mit zusätzlichem Polioschutz zur Verfügung.
Hintergrund ist die Beobachtung, dass in fast 30% der “Husten” Erkrankungen von Erwachsenen Keuchhustenkeime eine Rolle spielen, man spricht von bis zu 110.000 Fällen pro Jahr in Deutschland. Einmal aufgetreten, lässt sich ein solcher Husten schlecht behandeln und dauert oft Wochen und Monate.
Also: Impfausweis raussuchen und mitbringen, wenn Sie das nächste mal zu uns kommen! Wir prüfen dann, wann sowieso wieder eine Impfung fällig ist. Die Zeit vergeht schneller, als man denkt!
Besonders in jungen Familien ist ein Schutz gegen Rotaviren sinnvoll. Rotaviren lösen “Magen Darm Grippe” aus und gefährden insbesondere Kleinkinder. Deshalb bezahlen viele Krankenkassen ( zB DAK,Techniker, GEK, BIG, zahlreiche BKKen und viele private Kassen) jetzt die Rotavirus-Schluckimpfung bei jüngeren Erwachsenen mit Kinderwunsch ( im Zweifel Ihre Kasse anrufen und nachfragen).
Für den Patienten weitgehend unbemerkt findet im ärztlichen Bereich seit Jahren ein erbitterter Kampf gegen die Einführung der neuen Krankenversichertenkarte statt, der jetzt in die Endphase eintritt. Politik und Krankenkassen haben vorgesehen, die neue Karte im Jahr 2010 im ganzen Land einzuführen nachdem Probeläufe in einigen wenigen Regionen 2009 erfolgt sind. Warum sind wir GEGEN diese Karte?
Über die neue Karte sollen sensible Daten wie Adresse, Telefonnummer und Diagnosen und sonstige Gesundheitsprobleme im Internet gespeichert werden. Es gilt als sicher, dass Hacker diese Daten erfolgreich anzapfen und damit Missbrauch betreiben werden. Zusagen der Hersteller, die Daten seien sicher, werden von Fachleuten nur müde belächelt. Erwarten Sie, künftig der “gläserne Patient” zu sein, über den jede Menge Unbefugter die intimsten Dinge wissen werden, wenn die Karte nicht noch verhindert werden kann.
Es gibt aber auch ganz praktische alltägliche Hürden: Die neue Karte beinhaltet das elektronische Rezept und die elektronische Überweisung. Wir sollen also keine Papierrezepte und Überweisungen mehr drucken sondern die Verordnung auf der Karte abspeichern. Der Patient kann also nicht mehr lesen, was wir verordnet haben und er kann auch nicht mehr telefonisch ein Rezept bestellen. Er muss mit Karte vor uns stehen, sonst geht nix mehr. Überlegen Sie bitte einmal selbst, wie oft im Jahr Sie bei uns etwas telefonisch bestellt haben und wie Sie es organisieren, wenn Sie nicht selbst kommen können!
ABER: Keine schlechte Nachricht ohne etwas Gutes: SIE können entscheiden, falls die Karte wirklich kommt, ob Sie sie haben wollen. Unser Rat und unsere Bitte: Lehnen Sie die neue Karte ab, nehmen Sie sie NICHT entgegen. Sie haben das Recht dazu, egal was Ihnen Ihre Kasse sagt! Sie können mit der bisherigen Karte weiter wie bisher zu uns kommen, solange diese Gültigkeit hat!
Patienten mit Vorhofflimmern werden bisher mit Blutgerinnungshemmenden Medikamenten behandelt um die Ansammlung von Blutgerinnseln im „Herzohr“, einer Ausstülpung des Vorhofs, zu verhindern. Diese Gerinnsel können Schlaganfälle auslösen. In der MHH wurde nun eine neuartige Behandlung entwickelt, indem ein über einen Herzkatheter eingeführtes Schirmchen das Herzohr abschließt und die Bildung von Gerinnseln verhindert. Die so Behandelten brauchen danach kein Marcumar mehr. Nähere informationen zu dieser Behandlung erhalten Interessierte über Telefon 0511-532-6626 oder (BESSER!) email an klein.gunnar@mh-hannover.de
Einer US-amerikanischen Studie zufolge gibt es schon bei minimalen Störungen des Zuckerstoffwechsels in der Schwangerschaft eine erhöhte Rate von kindlichen Missbildungen, Notwendigkeit von Kaiserschnitten und Geburtskomplikationen. Es wird daher Schwangeren empfohlen, zwischen der 24. und 31. Schwangerschaftswoche einen Zuckertoleranztest durchführen zu lassen und eine effektive Früherkennung zu ermöglichen. Das passt zu Beobachtungen bei älteren Menschen, bei denen gelegentlich Diabetesbedingte Nervenstörungen auftreten (Kribbeln, Ameisenlaufen in den Fußsohlen bis hin zu Schmerzen) bevor eine Zuckererkrankung durch erhöhte Werte auffällt. Auch hier kann ein Zuckerbelastungstest sinnvoll sein.
Der Test ist schnell und einfach durchgeführt: Nach Anmeldung bei uns erhalten Sie ein Rezept für eine Zuckerlösung (OGTT), die sie in der Apotheke besorgen und am Testtag morgens nüchtern mitbringen. Wir machen den Nüchterzuckertest, Sie trinken die Lösung und werden dann in 2 Stunden, die Sie bei uns sitzen müssen alle 30 Minuten zum Pieks ins Ohrläppchen gebeten. Das wars schon. Ergebnisse haben wir am nächsten Tag.
Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) entwickelt sich zur Volksseuche. Jeder über 50 sollte einmal im Jahr einen Zuckertest machen lassen. (Leistung aller Krankenkassen! ). Wenn dann Diabetes gefunden wurde, ist eine Schulung des Patienten sinnvoll, denn nur der informierte Mensch kann sich im täglichen Leben sinnvoll verhalten. Um unsere seit Jahren angebotenen Schulungen für Diabetiker zu verbessern haben wir jetzt einen Projektor angeschafft, mit dessen Hilfe Schulungsmaterialien direkt aus dem PC an die Wand geworfen werden können. Dadurch können wir jetzt moderne Audiovisuelle Materialien einsetzen. Die Schulung wird kurzweiliger und der Lernerfolg besser. Wenn Sie als Betroffene(r) an einer Schulung teilnehmen wollen, bitte bei den Arzthelferinnen auf die Anmeldelisten setzen lassen, wir informieren Sie dann unverbindlich über die Termine. Schulungen werden an 3 aufeinanderfolgenden Wochen Dienstags oder Donnerstags Nachmittags ab 17 Uhr durchgeführt und dauern je ca. 1 Stunde.
Ich habe bereits am 15.9. in Praxiszeitung( siehe unten!) und der Rubrik „Aktuelles zur Gesundheitspolitik“ Informationen veröffentlicht, die sich im Lichte der inzwischen bekannten Realität durchaus nach wie vor vorzeigen lassen.
Hier eine Stellungnahme aus der Sicht des 11. Dezembers 2009 : Gemessen an den Erkrankungsfällen in unserer Praxis ist die Epidemie hier seit 2 Wochen abgeflaut. Ich behaupte, dass das auch das Ende der Epidemie hier einläutet.
Es war frühzeitig bekannt, dass die „Schweinegrippe“ eine relativ harmlose Variante darstellt, die vor Allem Kinder und junge Erwachsene betrifft ; bis heute sind in Deutschland 61 Todesfälle registriert – Vergleichen Sie das mit den ca. 6.000 Fällen jährlich durch die“normale“ Grippe! Gleichzeitig ist die H1N1 Variante aber hochansteckend und verdrängte überall dort wo sie auftrat die „normale“Saisonale Grippe. Man kann also fast behaupten, diese Epidemie hat uns vor einer weit gefährlicheren Epidemie durch andere Grippeviren geschützt. Warten wir ab, der Winter ist noch nicht zu Ende…
Tatsache ist, dass wir heute 90% der Erkrankten in den Altersgruppen 5-30 Jahre haben (Kindergarten-Schule-Studenten-junge Eltern). Ältere Erwachsene, die ernsthaft erkrankten und tw. starben, sind in der Regel schwerstkrank (mehrere Verstorbene warteten auf Herz- oder Lungentransplantationen) oder haben Migrationshintergrund. Wer Mitte der 70er Jahre bereits auf der Welt war und in Westeuropa lebte, hat damals im Rahmen zweier „Hongkong-Grippe“- Epidemien mit hoher Wahrscheinlichkeit Antikörper erworben, die ihn heute wegen der engen Verwandtschaft dieser Stämme mit den H1N1 (Schweinegrippe-) Erregern immun machen. Deshalb ist es für Erwachsene jenseits des 45. Lebensjahres wichtig, wo Sie in den 70ern gewohnt haben. Deshalb auch waren Gebiete, die damals vom Reiseverkehr abgeschottet waren wie Weissrussland und Ukraine in diesem Herbst Schauplätze von dramatischen Ausbrüchen der H1N1 Infektion.
Fazit: Es war und ist für JEDEN richtig, an der jährlichen normalen „saisonalen“ Grippeimpfung teilzunehmen.
Die zusätzliche H1N1 Impfung war evtl. für Schul- und Kindergartenkinder angebracht sowie insbesonders für Menschen mit massiven Störungen des Immunsystems (Organtransplantierte, Menschen mit Cortisontherapie, Krebserkrankte mit Chemotherapie usw.) Gesunde Erwachsene jenseits des 30. LJ waren und sind angesichts der deutlich schlechteren Verträglichkeit der H1N1 Impfung im Vergleich zur „saisonalen“ Grippeimpfung gut beraten, sich nicht zusätzlich gegen H1N1 impfen zu lassen. Wer es dennoch wünscht: Wir haben jetzt, wo alles vorbei zu sein scheint, Impfstoff in Masse zur Verfügung.
Der Artikel wurde am Samstag, den 12. Dezember 2009 veröffentlicht.
In den letzten Wochen gingen Berichtedurch alle Medien, die erneut geeignet waren, uns Ärzten die Freude am Beruf zu nehmen. Einige schwarze Schafe unter den Kassenärzten haben sich offenbar dazu hinreißen lassen, mit Kliniken „Kopfprämien“ für die Einweisung von Patienten zu vereinbaren. Wütend hat uns gemacht, dass es so dargestellt wurde, als sei dieses Fehlverhalten weitverbreitet. Wir weisen diese Darstellung mit Entrüstung zurück. Und ausgerechnet der Aufsichtsrat einer der großen Privatklinikketten, ein gewisser Prof. Karl Lauterbach, klagt dazu an. Und die bisherige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, die einer „integrierten Versorgung“ mit Verzahnung von stationär und ambulant den Weg bereitete und mehr Wettbewerb forderte ist überrascht, dass der Wettbewerb jetzt solche Blüten schlägt. Da wurden Böcke zu Gärtnern gemacht.
Alle Ärzte in dieser Praxis haben mit solchen Machenschaften genauso wenig zu tun wie die überwiegende Mehrzahl der Kollegen. Genau gesagt kennen wir NIEMANDEN, der so gehandelt hat und auch keine Klinik, die so etwas angeboten hat. Wenn wir Ihnen eine Klinik empfehlen, dann deshalb weil wir davon überzeugt sind, dass sie mit Ihrem konkreten Problem dort optimal behandelt und betreut werden. Im Übrigen führen wir in dieser Praxis auch keine Medikamententests, Anwendungsbeobachtungen oder sonstige Eigenartigkeiten durch, von denen immer wieder einmal berichtet wird.Darauf gebe ich Ihnen mein Wort. Und darauf können Sie sich verlassen.
Der Artikel wurde am Donnerstag, den 1. Oktober 2009 veröffentlicht.
Viele Patienten mittleren und höheren Lebensalters nehmen zur Vorsorge oder Behandlung der manifesten Osteoporose Calcium- und Vitamin D haltige Arzneimittel ein. Ein Beispiel ist z.B. Calcigen D3 Kautabletten. Wichtig hierbei ist, daß Vitamin D zu den FETTLÖSLICHEN Vitaminen gehört ( wie auch Vitamine A,E,K) . Um diese Vitamine in den Körper aufnehmen zu können, muss die Fettverdauung aktiviert sein. Das bedeutet, dass diese Vitamine wenn sie auf nüchternen Magen nur mit Wasser eingenommen werden, nicht wirken können. Also: Richtig ist es, Medikamente mit Vitaminen A,D,E und K gleichzeitig mit einer Mahlzeit einzunehmen (da ist immer genug Fett enthalten) oder sie mit einem Glas Milch zu nehmen, dann reicht das Milchfett aus, um die Aufnahme zu sichern. Das Gesagte trifft übrigens auch auf Multivitamintabletten zu, die fettlösliche Vitamine enthalten!
Schlagworte für diesen Artikel: Osteoporose, Vitamin D, Vitamine Der Artikel wurde am Dienstag, den 22. September 2009 veröffentlicht.
Der Nebel lichtet sich und die Verwirrung ist gross. Problem ist, dass die Öffentliche Meinung zu fast 100% von Lobbyisten der Pharmaindustrie gesteuert wird und es wenige unabhängige Meinungen zur H1N1 Schweinegrippeimpfung gibt. HIER kommt unsere Meinung dazu. Ausführlicher und Pro und Contra Impfung lesen Sie bitte auf der Seite “Aktuelles zur Gesundheitspolitik” in dieser Homepage!
TATSACHEN sind : Der “normale ” Dreifachimpfstoff enthält etwa die 10 fache Menge des Impfstoffes wie der (geplante und noch nicht lieferbare) Schweinegrippeimpfstoff. Die Industrie ist schlichtweg dem Motto “schütt noch einen Liter Wasser in die Suppe, es kommen mehr Gäste” gefolgt und bringt einen massiv verdünnten Impfstoff auf den Markt. Um diesen Effekt “auszugleichen” werden Zusatzstoffe beigefügt, die in”normalen” Impfstoffen nicht enthalten sind und nachweislich zu einer wesentlich höheren Nebenwirkungsrate führen.
Hierzu schreibt das “Arznei-Telegramm” in der Ausgabe 9/09 u.a. (sinngemäss):
“..Die Fürsorgepflicht (der Behörden) zum Schutz der Bürger schliesst aber auch ein, dass die Behörden angemessen (auf eine) Epidemie reagieren (..) und keine unbegründeten Ängste wecken. Die Realität sieht anders aus: ( die behördlichen Massnahmen) erwecken den Eindruck, dass eine Katastrophe bevorsteht. Die daraus entestehende Besorgnis dürfte inzwischen mehr zur Verunsicherung beitragen als die Schweinegrippe selbst. (…)
Der Pandemie-Impfstoff der Fa GlaxoSmith Kline PANDEMRIX enthält lediglich 3,75ug Antigen statt 45 ug im Trivalenten Grippeimpfstoff. Ermöglicht wird die geringe Menge durch den Wirkverstärker AS03(..). …. Der in Deutschland vorgesehene Pandemieimpfstoff(…) enthält ein Wirkungsverstärkergemisch, das bislang nicht in handelsüblichen Impfstoffen verwendet wurde. Dies erachten wir als bedenklichen Grossversuch: Solche adjuvanten Impfstoffe werden deutlich schlechter vertragen als konventionelle. Das Risiko seltener schwerer Nebenwirkungen ist nicht abgeklärt. Wirkverstärkerfreie Impfstoffe wird es nach heutiger Kenntnis in Deutschland nicht geben. .. Es geht auch anders: Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA verbietet bisher den Einsatz von Wirkungsverstärkern in den USA.
Angesichts des milden Verlaufes der Erkrankung in Deutschland und der offenen Fragen zur Sicherheit des Impfstoffes rät das Arznei Telegramm beim derzeitigen Wissenstand von der Massenimpfung ab.
MEIN FAZIT: Ich kann zur Zeit NICHT empfehlen, an der “Schweinegrippe” Impfung teilzunehmen und werde auch weder mich noch meine Mitarbeiter impfen, solange nicht ausreichende Erfahrungen mit dem neuen Impfstoff vorliegen. Ich empfehle allen Patienten, die bisher an Grippeimpfungen teilnahmen, auch in diesem Jahr die Impfung mit dem herkömmlichen Dreifachimpfstoff durchführen zu lassen. Ich selbst und meine Mitarbeiterinnen sind ebenfalls mit diesem Impfstoff geimpft.
Spiegel, Süddeutsche Zeitung und ARD berichteten in reisserischer Aufmachung über angebliche wissenschaftliche Erkenntnisse zur Krebsgefahr durch bestimmte Insuline noch bevor die Daten auf die man sich bezog in der Fachpresse veröffentlicht waren. Inzwischen hat sich gezeigt, daß an den Verdachtsfällen nichts dran ist. Experten und Fachgesellschaften sehen aufgrund der jetzt veröffentlichten Untersuchungen KEINEN Grund zur Annahme, daß Insuline Krebs auslösen. In den Daten zeigte sich sogar, daß die Krebshäufigkeit bei Anwendern moderner Insuline (z.B. “Lantus”) geringer war als bei anderen Insulinen. Man hat dann einen Korrekturfaktor eingeführt , um die Daten zu “korrigieren” und schon war das Insulin im Verdacht. Fachleute wundern sich, daß bekannt krebsauslösende Faktoren wie Alter oder wie z.B. die Frage, ob der Diabetiker rauchte, in den Studien gar nicht beachtet wurde. Ebensowenig wurde bewertet, ob die durch Insulin ausgelöste Lebensverlängerung dazu führte, daß bestimmte Patienten im Laufe der Zeit einen Krebs “erlebten” , den sie ohne das Insulin wegen diabetesbedingtem Frühableben gar nicht erlebt hätten…
So bleibt das schlechte Gefühl, daß hier auf dem Rücken verunsicherter Patienten deutsche Gesundheitspolitik betrieben wurde. Zufällig wird nämlich gerade jetzt entschieden, welche Insuline künftig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden müssen. Und da sind moderne Insuline nicht gern gesehen, weil sie etwas teurer sind als herkömmliche tierische Insuline…
Schlagworte für diesen Artikel: Insulin, Krebsgefahr, Lantus Der Artikel wurde am Freitag, den 28. August 2009 veröffentlicht.
Spätestens seit dem Fall Ivan Klasnic bei Werder Bremen, einem Fussball-Bundesligaprofi, bei dem eine fortschreitende Niereninsuffizienz nicht erkannt und behandelt wurde, verbreitet sich im Profisport die Erkenntnis, dass der Mensch nicht nur aus Sehnen, Muskeln und Knochen besteht. Umso vorbildlicher die Politik der beiden Hannoverschen Profisportvereine EC Hannover Indians ( 2. Eishockey-Bundesliga) und UBC Tigers ( 2. Basketball-Bundesliga) sich neben den (Unfallchirurgischen) Teamärzten Dr. Schonaich und Dr. Haschemi-Fard zusätzlich nach einem „Hausarzt“ für die Profimannschaften umzusehen. Unsere Praxis ist natürlich hochgeehrt, dass die Wahl auf uns gefallen ist . Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Sportlern und den Vereinen und werden alles tun, um die Jungs fit und gesund zu halten. Dr. Bieberbach hat sich gleich das Vorbereitungsspiel der Indians am 12.8. gegen den Erstligisten Kassel angesehen und war sehr beeindruckt von der Leistung der Indians,die mindestens ein Unentschieden verdient gehabt hätten. Wenn denn nur der Schiri auch die Klasse gehabt hätte…
Am 1.7. bekamen wir Besuch von der charmanten Redakteurin von Radio ffn, Frau Adeline Mogg, die Dr. Bieberbach zu einem Radiointerview zum Thema “gesundheitliche Probleme durch Sommerhitze” gebeten hatte.
Bei jüngeren Menschen ist es besser, durch Kleidung und Kopfbedeckung die Haut vor UV Licht zu schützen, die Wirkstärke und Wirkdauer von Lichtschutzcremes wird oft überschätzt. Sonnenbrand im Kindesalter ist die Basis für die Entwicklung von Melanomen und Basaliomen im Erwachsenenalter.
Probleme im Zusammenhang mit Hitze gibt es auch immer wieder bei alten Menschen, da hier der Durst als wesentlicher Antrieb zur Aufrechterhaltung des Salz-/Wasserhaushaltes oftmals abgemildert oder nicht mehr vorhanden ist. Aus diesem Grund ist es insbesondere wichtig, bei hochbetagten Angehörigen auf eine ausreichende und regelmässige Flüssigkeitszufuhr zu achten. Erstes Alarmzeichen für einen Kochsalzmangel ( bei Menschen, die viel trinken aber zu wenig Salz zuführen) können Muskelkrämpfe sein.
Schlagworte für diesen Artikel: Durst, ffn, Hitze, Wasserhaushalt Der Artikel wurde am Donnerstag, den 2. Juli 2009 veröffentlicht.
Nach vielen Jahren treuer Dienste haben wir unser Sonographiegerät durch ein neues, hypermodernes Gerät ersetzt, das eine wesentlich bessere Darstellung ermöglicht und so die Ultraschalldiagnostik z.B. von Prozessen im Bauchbereich, des Rippenfelles und der Schilddrüse erheblich verbessert. Das Bild zeigt Hausärztin Frau Hart bei der Einarbeitung.
Wussten Sie schon, dass unsere Praxis Qualitätszertifiziert ist? Wir sind seit 2007 durch die Fachhochschule Osnabrück mit dem OsQuA Siegel zertifiziert.
Wir bieten Ihnen nach Anmeldung Patientenschulungen in Kleingruppen für die „Volkskrankheiten“ Asthma, Chronische Bronchitis, Diabetes und Bluthockdruck an. Fragen Sie uns danach!
Schlagworte für diesen Artikel: Diagnostik, Ultraschall Der Artikel wurde am Donnerstag, den 2. Juli 2009 veröffentlicht.
Eine Erweiterung der Leistungen der Pflegeversicherung wird zur Zeit verhandelt. Betroffene wird es interessieren, daß endlich die Hilfsbedürftigkeit von weniger körperlich als geistig behinderten gleich gestellt werden soll, was insbesondere in der Pflege von Demenzkranken in der Vergangenheit zu Härten geführt hat. (Körperbehinderte wurden anerkannt, geistig Verwirrte, die ganztägige Aufsicht benötigen abgelehnt, sofern sie noch selbst laufen konnten…). So sollen die heute gültigen 3 Pflegestufen durch 5 Bedarfsgrade ersetzt werden. Unklar ist, ob alle schon anerkannten Pflegebedürftigen daraufhin vom ärztlichen Dienst nachuntersucht werden müssen. Es wird sich also für Betroffene, deren Antrag früher abgelehnt wurde lohnen, einen neuen Antrag zu stellen sobald das Gesetz geändert ist. Nicht Betroffene, vor Allem jüngere Versicherte ohne pflegebedürftige Familienmitglieder dürfte daran interessieren, daß der Sozialverband VdK mit Mehrkosten von bis zu 3,7 Milliarden Euro pro Jahr rechnet, die über Steuern und/oder die Pflege- und Kranken-versicherungsbeiträge umgelegt werden müssen.
In diesem Zusammenhang mag eine jetzt veröffentlichte Studie canadischer Wissenschaftler von Interesse sein, die die Wirkung von Schokolade und Kakao auf die Hirnfunktion untersucht haben. Ältere aber auch jüngere Probanden, denen vorher Trinkschokolade mit hohem Anteil an Flavinoiden (biologische Kakaoinhaltsstoffe) verabreicht wurde, konnten besser denken und hatten ein signifikant besseres Gedächtnis als die Kontrollgruppe. Also kein schlechtes gewissen nach Schokogenuß! Aber: in Maßen bitte und von guter Qualität muss sie sein!
Wer hat an der Uhr gedreht ?… Kaum haben wir uns und Sie, liebe Patienten, sich an Frau Triebler gewöhnt, schon muss ihre Zeit bei uns ( wie geplant ) im Sommerquartal zu Ende gehen. Wir freuen uns, sie bei uns gehabt zu haben und freuen uns mit ihr, dass Frau Triebler jetzt endlich ihre Facharztprüfung ablegen kann und wird. Frau Triebler wird bis zum 15.8. bei uns sein, danach kommt ab 1.9. Herr Dr. med. Johannes Willers (Bild) zuuns. Dr. Willers stammt aus einer Hildesheimer Arztfamilie, hat an der MHH studiert und ist seit 2005 als Arzt approbiert. Er hat bisher bei Prof. Lobenhoffer in der Unfallchirurgie und bei Prof. Harms / Klinikum Hildesheim in der Kinderheilkunde gearbeitet und war zuletzt 3 Jahre Assistenzarzt der Inneren Abteilungim Agnes Karll Krankenhaus, Laatzen. Dr. Willers wird wenn er anfängt ganz frisch verheiratet sein und bis Mitte 2011 bei uns bleiben. Er hat uns durch seine offene und positive Ausstrahlung überzeugt, wir freuen uns sehr darauf, ihn bei uns zu haben.
Schlagworte für diesen Artikel: Assistenzarzt, Triebler, Willers Der Artikel wurde am Donnerstag, den 2. Juli 2009 veröffentlicht.
“Goldstandard” in der Darmkrebsfrüherkennung ist die Darmspiegelung oder die RöntgenDoppelkontrastuntersuchung des Dickdarms. Da man nicht jeden Menschen dauernd spiegeln oder röntgen kann, ist seit Jahren die Untersuchung auf Blut im Stuhl (Hämoccult) - auch im Rahmen der Krebsvorsorge - üblich. Das Verfahren ist preiswert, wird von allen Kassen behzahlt und hat sich bewährt, hat aber den Nachteil einer geringen Sensitivität. Das bedeutet, das bestimmte gutartige Vorstufen des Darmkrebses, sog.Polypen, hierdurch erst dann entdeckt werden , wenn sie so groß sind, daß sie bluten. Die hier entstehende diagnostische Lücke kann durch einen neuen Immuntest geschlossen werden, den wir interessierten Patienten ab sofort anbieten.
VORTEILE des ScheBo M2-PK Tests sind: Es genügt eine winzige Stuhlprobe, das Ergebnis liegt innerhalb 10 Minuten vor, der Test wird durch Blut aus der Ernährung (Fleisch) oder z.B. aus Haemorrhoiden nicht verfälscht und es muß auch keine Diät vorher eingehalten werden. Die Empfindlichkeit des Tests ist so gut, daß Darmkrebs mit einer Trefferquote von 92% und gutartige Polypen von 1 cm Grösse mit 60% angezeigt werden (Zum Vergleich: Hämoccult weist Krebs mit 19% Treffsicherheit und Polypen mit unter 10% Sicherheit nach).
Leider übernehmen gesetzliche Krankenkassen die Kosten hierfür nicht, sodaß wir die Leistung mit 35 Euro als Individuelle Gesundheitsleistung privat berechnen müssen.
Bei einem Event mit Dr V.Hirschhausen, einem recht prominenten Kabarettisten wurde ich zum ersten mal Aufmerksam auf die “Roten Nasen e.V.” .
Der Verein sieht seine Aufgabe darin, kranken und leidenden Menschen, insbesondere in Kinderkliniken den Aufenthalt zu erleichtern, ihnen die Angst vor Operationen, Untersuchungen und medizinischen Geräten zu nehmen und ihre Einsamkeit zu lindern.
Durch unbeschwerten Frohsinn und Improvisationskunst bringen die speziell für diese Arbeit ausgebildeten Clowns Leichtigkeit und Lachen ins Krankenhaus. Sie beflügeln die Kreativität und Phantasie, stärken soziale Kompetenzen, schenken Kraft und Lebensmut, wecken Humor und Hoffnung, bauen Brücken zu kleinen Inseln der Erleichterung und animieren wichtige körperliche Prozesse, die das Gesundwerden unterstützen.
Unterstützen auch Sie diese sinnvolle Einrichtung. Näheres unter www.rotenasen.de
Schlagworte für diesen Artikel: Clowns Der Artikel wurde am Montag, den 25. Mai 2009 veröffentlicht.
Seit Ende 2008 das Hautkrebs-Screening als zusätzliche Vorsorgeleistung aller Krankenkassen eingeführt wurde, haben bereits mehr als 5 Millionen Patienten dieses Angebot wahrgenommen. Gesetzlich Versicherte ab dem 35. Lebensjahr haben Anspruch auf diese Untersuchung in jedem 2. Jahr. In unserer Praxis wird die Leistung seit Herbst 2008 angeboten, die meisten Patienten nutzen das Angebot im Zusammenhang mit der Herz-Kreislauf Checkup Untersuchung, die auch in jedem 2. Jahr wahrgenommen werden kann. Als Ergebnis der Vorsorge haben wir in unserem eigenen Patientengut in mehreren Fällen Vorstufen des schwarzen Hautkrebses ( Malignes Melanom) erkennen und sofort entfernen können, bevor die Krankheit voll ausgebrochen war. Wie generell zu beobachten waren die Zahlen von erkanntem “weissem Hautkrebs” (Basaliom) höher. Basaliome können oft - wenn sie früh genug erkannt werden - ohne Operation mit Hilfe einer Salbe erfolgreich behandelt werden, so auch in den meisten hier behandelten Fällen. “In jedem Fall betrachten wir das erste Screening-Jahr als grossen Erfolg” fasst Prof. Stadler von der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft seinen Rückblick auf die ersten Monate zusammen.
Schlagworte für diesen Artikel: Basaliom, Hautkrebs, Melanom Der Artikel wurde am Dienstag, den 5. Mai 2009 veröffentlicht.