Betriebsarzt Dr. Bieberbach & Kollegen GbR

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Die Zukunft der Medizin ?!

Wenn man Fachleute befragt, wo in der Medizin die größten Umwälzungen vor der Tür stehen, so heißt die Antwort immer öfters aI.
Darunter ist die artificial intelligence zu verstehen, also die künstliche Intelligenz im weitesten Sinne. Wir sprechen jetzt nicht von Science fiction, wir sprechen von der Umwälzungen der kommenden Jahre.
Eine erste Revolution ist schon im Anmarsch, schon in wenigen Jahren könnte sie bedeuten, dass der Beruf des Facharztes für Radiologie schlicht überflüssig wird. Wir benötigen dann nur noch Assistentinnen, die die Geräte (Röntgenapparate, MRT, CT) bedienen, die AUSWERTUNG wird dann automatisch über Computer-programme erfolgen, die bereits heute besser sind als der Durchschnitt der beurteilenden Radiologen.
Das ist keine Zukunftsvision, erste Geräte sind bereits auf dem Markt und werden sich schnell durchsetzen.
Auch im Bereich Ultraschalldiagnostik sind ähnliche Systeme jetzt bereits auf dem Markt, die Anschaffungskosten sind sehr niedrig, aber Fragen des Datenschutzes sind natürlich völlig offen. Die Systeme sind Cloudbasiert, also wird das Ultraschallbild mit allen Patientendetails an einen Computer irgendwo hin gesendet, vielleicht Indien, dort gespeichert und ausgewertet.

Mal ganz ehrlich: WOLLEN WIR DAS ?

Die zweite große Gruppe von Neuentwicklungen der künstlichen Intelligenz sind Operationsroboter für alle operativen Fächer, als erstes die Orthopädie und Chirurgie, aber genauso die OP Abteilungen der Hals Nasen Ohren Heilkunde, der Gynäkologen und Urologen, um nur die Wichtigsten zu nennen. Schon heute sind Operationsroboter an vielen Kliniken im Einsatz, dem Vernehmen nach können Operateure der jungen Generation viele Operationen nur noch mit Hilfe des OP Roboters ausführen, in einer Hannoverschen Klinik hat der Chefarztnachfolger sogar erfolgreich die Anschaffung eines OP Roboters verlangt als Voraussetzung für ihn, die Stelle überhaupt anzutreten.
Leider ist es so, dass manche Systeme tatsächlich besser sind als manche Menschen, die Frage stellt sich ob das FÜR den Roboter oder GEGEN den operierenden Menschen spricht.
Ob wir das in der Breite (also flächendeckend, sodaß der Patient gar nicht mehr die Wahl hat ) aber für uns selbst so wollen, will ich mal dahingestellt sein lassen. Wir verwenden in unserer Praxis ein PC gestütztes EKG-System seit vielen Jahren, das eine Auswertung anbietet. SEHR häufig müssen wir feststellen, dass dieses System nicht zuverlässig arbeitet, sodass wir meist die automatisierte Auswertung verwerfen und uns lieber selbst ein Bild machen. In jedem Fall PRÜFEN wir den Vorschlag. Das werden künftige Generationen vielleicht nicht mehr können, da sie es nie gelernt haben.

Schöne Neue Welt!

Praxiszeitung

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