Betriebsarzt Dr. Bieberbach & Kollegen GbR

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Zeckenplage

Die Zecke hat ein schlechtes Image: Auch als „gemeiner Holzbock“ bezeichnet, wird sie als Überträger einer „heimtückischen“ Infektionskrankheit pressewirksam gefürchtet, erntet als achtbeiniges Krabbeltier sowieso nur Abscheu und hat für uns wald- und gartenverbundene Menschen auch ansonsten keinen Nutzen.
Aber ganz wichtig ist: „Unsere“ Zecken hier in Niedersachsen übertragen keine Viren, sondern Bakterien. Also bekommen wir keine Gehirnhautentzündung („FSME“), sondern wenn überhaupt eine „Borreliose“ (mit Haut-, Nerven- oder Gelenkentzündungen). Gegen diese Borreliose kann man nicht impfen, aber die Krankheit behandeln. Gegen die FSME existiert ein (knapp gewordener) Impfstoff, aber die Krankheit wäre nicht wirksam behandelbar.
Und dies sind die weiteren Fakten:
Zecken streift man im hohen Gras ab, und dann suchen sie bevorzugt weiche und warme Hautbezirke, um sich vollzusaugen; Zecken springen nicht aus Bäumen herab!
Lange Hosen, Insektenspray, heiße Bäder – es gibt keinen absoluten Zeckenschutz. Allabendliches Absuchen (auch gegenseitig) der haut ist Pflicht – auch oder gerade an intimen Stellen.
Zeckenbiß heißt nicht gleich Infektion! Denn Zecken OHNE Borrelien in sich (die Mehrheit) können niemanden infizieren. Solche MIT Borrelien (ca. 10-20% aller) tun dies umso sicherer, wenn sie sich schon länger als sechs Stunden festgesaugt haben.
Infektion heißt nicht gleich Krankheit! Vor allem dann nicht, wenn die Zahl der mit dem Zeckenspeichel übertragenen Borrelien nur gering ist. Das erreicht man durch schnelle Entfernung des Parasiten
Betrachtet man die Gefährlichkeit der Bisse borrelienverseuchter Zecken, macht jeder 3. – 4. Biß krank. Krankheit heißt nicht gleich Verderben, denn rechtzeitig und wirksam Behandelte können vollständig gesund werden.
Man kann eine entfernte Zecke z.B. in der TIHO in Hannover auf Borellien untersuchen lassen. Die Kassen übernehmen die Kosten nicht und die Zecke muß unbedingt noch lebend zur Untersuchung.
Borreliosekranke sind für andere Menschen keine Gefahr, allerdings können Schwangere die Krankheit auf das Kind übertragen.
Auch das wann und ob der Antibiotikabehandlung durch den Arzt und der Umfang der Diagnostik ist diffizil und uneinheitlich. Wir möchten diesbezüglich gerne Ihre Ansprechpartner sein, denn jeder Fall ist individuell zu betrachten.
Nützliche Links: www.borreliose-bund.de, www.lagh-bayern.de, www.medizininfo.de , www.onmeda.de, www.netdoktor.de

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