Betriebsarzt Dr. Bieberbach & Kollegen GbR

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Neues zu Zecken

Bekanntlich übertragen Zecken zwei verschiedene Krankheiten: in unserer Region die bakterielle Infektion Borelliose, in südlichen und östlichen Ländern AUCH die Viruskrankheit FSME. Zum Verbreitungsgebiet der FSME siehe die Karte in unserem Wartezimmer. FSME ist also für Hannoveraner eine REISEKRANKHEIT, in Niedersachsen wird sie nicht übertragen, die FSME Impfung schützt zuverlässig wenn sie rechtzeitig erfolgte.

Bei der Borelliose gibt es neue Erkenntnisse, die bestätigen, was wir schon seit Jahren beherzigen: Man kann eine bakterielle Infektion am besten durch eine frühzeitige Antibiotische Therapie behandeln resp. verhindern. Bisher sagten die offiziellen Leitlinien, man solle warten, bis an der Bissstelle eine Rötung entsteht und dann behandeln. Neuerdings wird alternativ auch die kurzfristige vorbeugende Therapie als Option zugelassen.  Insgesamt gesehen ist die Ansteckungsgefahr für Borelliose nicht hoch: Von NICHT behandelten Zeckenbissopfern erkrankten 2,2% an Borelliose, in denen vorsorglich mit Antibiotika behandelten allerdings nur 0,2%.

Meine Empfehlung ist dennoch: Wenn ein Zeckenbiss erfolgte und die Zecke nicht sofort entfernt wurde, sicherheitshalber ein paar Tage Doxycyclin und man kann ruhig schlafen.

Praxiszeitung

Was ist faul an Inzidenzen? 25.08.2021 - Die gegenwärtige Angabe von Inzidenzen ist sinnlos. Wir haben im Wesentlichen zwei Bevölkerungsgruppen: 1. Ungeimpfte und 2. Geimpfte und Genesene. Wenn man will ist da noch eine Zwischengruppe der unvollständig geimpften und der Genesenen ohne Nachimpfung. Entscheidend ist, daß die Inzidenzen für diese Gruppen gemeinsam berechnet werden, was keine vernünftigen Rückschlüsse zulässt. Nach unveröffentlichten Daten  […]
Warum impfen? 02.08.2021 -
CORONAIMPFUNG vom Betriebsarzt 03.07.2021 - Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die SIe vielleicht gar nicht zu stellen wagten....
Gendern Sie etwa? 13.04.2021 - Eine Diskussion in der HAZ am 13.4. hat mich gefreut, die hier wiedergegebenen , von Bildung geprägten Ansichten teile ich voll und ganz. Insofern hier ein Abdruck ohne Bearbeitung meinerseits: LESERBRIEFE Zum Artikel „Aus für das generische Maskulinum“ vom 20. März: Dass Frauen sich in den Berufsbezeichnungen wiederfinden wollen, ist mehr als nachvollziehbar. Nur ist […]

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